General Motors will zukünftig auch eigene Elektromotoren produzieren und plant deshalb eine 246 Mio. Dollar teure Produktionsstätte in den USA. Das hat der Autokonzern vor MMedienvertretern in Detroit bekanntgegeben. "Angesichts des allgemeinen Trends zur Elektrifizierung sind diese Motoren strategisch von zentraler Wichtigkeit für uns", erklärte Tom Stephens, vice President Global Product Operations bei GM. Eigenen Angaben zufolge ist GM damit der erste US-Autobauer, der selbst elektrische Motoren für seine Fahrzeuge herstellt.
Ab 2013 in Hybridfahrzeugen
Die in den USA produzieren Motoren sollen ab 2013 in bischer nicht näher spezifizierten Elektro-bzw. Hybridfahrzeugen zum Einsatz kommen. In erster Linie will man durch die Produktion- und Entwicklungsarbeit die eigene Hybrid-Plattform verbessern, die schon jetzt bei den SUV-Fahrzeugen von GM im Einsatz ist. Der Motor für das Elektrovorzeigemodell von GM, den Chevrolet volt, ssoll aber wie geplant von einem externen Zuliefer kommen.
Die eigene Produktion soll dem Konzern wichtige Einblicke und Erfahrungswerte hinsichtlich Qualität und Produktionkosten von Elektromotoren bieten, womit GM sich wiederum in eine bessere Position bei Verhandlungen mit externen Zuliefern bringen könnte. Für die eigene Produktion hat man sich vorgenommen, rund 25 Prozent kleinere Motoren bei einer gleichzeitigen Leistungssteigerung von ebenfalls 25 Prozent zu erreichen. Damit wäre die eigene Hybridplattform auch Limousinen einsetzbar.
105 Mio. Dollar Förderung
Für die errichtung der Fabrik auf US-Boden kann GM auf eine Förderung von 105 Mio. Dollar durch das US-Energieministerium bauen. Gleichzeitig bekräftige der Konzern, das man die geleisteten Regierungshilfen der USA und Kanada im Laufe des nächsten helben Jahres vollständig zurückzahlen werde. "Wir haben in den vergangenen Monaten erhebliche Fortschritte erzielt", meinte der an der Spitze bestätigte GM-Chef Ed Whitacre.
Der Elektroauto-Markt gilt als sichere Zukunftsinvestition. Marktschätzungen gehen davon aus, dass im Jahr 2020 rund 26 Prozent aller neu verkauften Autos mit elektrischem oder Hybrid-Antrieb betrieben werden. Als Wachstumsbremser gelten immer noch die zu teure Batterietechnologie sowie die eingeschränkte Reichweite, weshalb reine Elektroautos gegenüber Hybridkonzepten zunächst das Nachsehen haben sollten.
Saab an Spyker
Am gestrigen Dienstag lüftete GM endlich auch den Schleier bezüglich der Zukunft von GM-Tochter Saab. Diese werde vom niederländischen Sportwagenhersteller Spyken übernommen, gab GM bekannt. Als verkaufpreis kolportiert werden Vorzugaktien im Wert von 326 Mio. Dollar sowie 74 Mio. Dollar in bar. Der Verkauf soll bis Mitte Februar abgeschlossen sein, sofern Kartellbehörden, Regierung und Insolvenzgericht grünes Licht geben. Saab soll fortan als neues Unternehmen unter Namen Saab Spyker Automobiles geführt werden.
(Quelle: Pressetext)
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